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Presse: Carlos Bica & Azul - "Believer"

"Was Radiohead für den Pop ist, ist AZUL für den Jazz."
Concerto 3/2006 - 4 ½ Sterne

Seit zehn Jahren fasziniert Azul, das Trio des Kontrabassisten Carlos Bica, die Zuhörer. Immer wieder wirkt die Musik des Wahlberliners aus Portugal bekannt und doch aufregend verwandelt. Zum Jubiläum auf „Believer“ zaubert das Trio wieder seine delikate Balance von leichtfüßiger Poesie und mild abgedrehtem Humor... Oft wird der Hörer der Magie der Gestaltung erst Gewahr, wenn die Musik verklungen ist. Dabei ist da auch stets ein Augenzwinkern, das die Verklärung bricht, und DJ Illvibe liefert als Gast zusätzlich coole Pointen. Der Klang der Aufnahme entspricht genau der Musik: er ist ebenso poetisch wie herzerfrischend natürlich.
Stereoplay/ "Klangtipp"

Carlos Bica & Azul - "Believer"

Gelassenheit und Weitsicht pur. Mehr ist nicht nötig. In Zeiten der globalen Spaßgesellschaft und Beliebigkeit (auch im Jazz) tut es gut, Inseln wie die Musik von Carlos Bica und Azul zu haben.
Jazz Podium

Carlos Bica & Azul - "Believer"
enja/soulfood ENJ-9493 2
(50 Min., aufgenommen 6/2005)

Seit zehn Jahren fasziniert Azul, das Trio des Kontrabassisten Carlos Bica, die Zuhörer. Immer wieder wirkt die Musik des Wahlberliners aus Portugal bekannt und doch aufregend verwandelt. Auch zu seinem Jubiläum auf Believer zaubert das Trio seine delikate Balance von leichtfüßiger Poesie und milde abgedrehtem Humor. Den Titeln mit ihren Wiederholungsmotiven wohnt mitunter etwas schlicht Songhaftes inne, aber gerade da findet der Leader in seinen Partnern seine Meister: Der Hauptstadt-Gitarrist Frank Möbus ist Spezialist für Klänge aus dem roten Bereich, und der New Yorker Schlagzeuger Jim Black weiß mit der Hipness eines Joey Baron um die Tugenden der Reduktion eines Paul Motian. Beide gestalten Bicas Kompositionen als große, in sich geschlossene Spannungsbögen. Der selber ist hier eher diskreter Stichwortgeber als solierender Leader. Oft wird der Hörer der Magie der Gestaltung erst gewahr, wenn die Musik verklungen ist. Dabei ist da auch stets ein Augenzwinkern, das die Verklärung bricht, und DJ Illvibe liefert als Gast zusätzlich coole und jazzadäquat stilsichere Pointen. Der Klang der Aufnahme entspricht genau der Musik: er ist ebenso poetisch wie herzerfrischend natürlich.
Rondo Magazin, Thomas Fitterling, 2.6.2006

http://www.rondomagazin.de/jazz/b/bica/cb02.htm

Gelassenheit. Selbst wenn er das Auge der Hurrikans bildet ist Bicas Tatendrang stets wohlgelenkt. Anders ist das Hin-und-her zwischen seinem Heimatland und seiner Wahlheimat Berlin wohl auch nicht zu meistern. Seit dem Debüt seines Projekts Azul sind zehn produktive Jahre und drei CDs ins Land gegangen. Die Musik hat sich verändert und ist mit der vierten CD „Believer“ doch wieder zu ihren Ursprüngen zurückgekehrt. Bica besucht mit Gitarrist Frank Möbus und Schlagzeuger Jim Black die Klangorte des Debüts.

Wie im wahren Leben bringt man bei einer solchen Rückkehr die Erfahrungen der vergangenen Jahre mit. Bica, Möbus und Black schauen sich die Plätze an und ihre Hände finden blind die Stellen auf den Instrumenten, die ihre Reife in Klang umsetzen.

Als Mitreisendem haben sie diesmal DJ Illvibe (Vincent von Schlippenbach) hinzu gebeten. Unaufdringlich reichert dieser den Azul-Sound um Loops und Scratches an, gibt den Anderen Gelegenheit zum Hören und Pausieren. Die Kompositionen schlagen speziell bei Möbus Saiten an, die überraschen. Fast meditativ horcht der Gitarrist seinen Sounds hinterher, als könne er selbst nicht fassen, welch zarte und zerbrechliche Linien da gerade aus seinem Instrument geflossen sind. Die härteren, dornigen Wege werden nicht ausgelassen. Sie sind aber kein Selbstzweck, sondern konsequente Nebenschauplätze, z.B. Blacks Duell mit DJ Illvive in „Catch the Cat“.

In „Portuguese Seaman“ bleibt Bica mit dem Kontrabass ganz allein zurück. Gelassenheit und Weitsicht pur. Mehr ist nicht nötig. In Zeiten der globalen Spaßgesellschaft und Beliebigkeit (auch im Jazz) tut es gut, Inseln wie die Musik von Carlos Bica und Azul zu haben.

Thorsten Meyer (Jazz Podium, Juli/August 2006)

„Believer“, das neue Album des bemerkenswerten Trio Azul strahlt in Neon-Blau und erzählt, jazzig-melancholisch und mit genialen Zwischenräumen, von der anderen Seite des Windes. Songs ohne Worte sind das, relaxte Klanglandschaften, deren mediterraner Groove mit Leichtigkeit die Balance aus Dramatik und Verspieltheit zu halten vermag...Musik für die Ewigkeit.
„Tip der Woche“ - Der Schallplattenmann sagt...
http://www.schallplattenmann.de/artikel.html?topic=114602

13 Songs, die in Ihrer sinnlichen Melancholie und grenzerweiternden Radikalität beeindrucken und doch so unglaublich vertraut daherkommen, als handele es sich um die Vertonung von sparsam arrangierten Evergreens der Musikgeschichte...Ein portugiesischer Schrifsteller namens Fernando Pessoa schrieb einmal: „Fado ist weder Freude noch Traurigkeit, sondern das eigenständige dazwischen.“ Vielleicht die passendste Umschreibung für eines der berührendsten Alben in diesem Jahr.
JazzZeitung

„Melodie-Landschaften, die auch von Radiohead oder Tortoise stammen könnten.“
Berliner Tagesspiegel

„Die Magie der Gestaltung“
Fono Forum/ 5 Sterne

„Der Portugiese Carlos Bica ist nicht nur ein hervorragender Kontrabassist, er vertritt auch ein höchst individuelles Bandkonzept...“
Stereo/ 5 Sterne

„Diskret wahrt DJ illvibe als Gast an den Turntables das Geheimnis der Believer – Poesie.“
Rolling Stone/ 4 Sterne

Carlos Bica schafft es wieder. „Believer“ ist eines seiner besten und zusammen-hängendsten Werke. „Believer“ ist die vierte Platte von Carlos Bica und seinem gefeierten Projekt Azul. Begleitet wird Bica von zwei Musikern, die bereits fester Bestandteil der musikalischen Persönlichkeit des Projekts sind: der Gitarrist Frank Möbus und der Schlagzeuger Jim Black. An diesem Album wirkt außerdem auch DJ Illvibe (alias Vincent von Schlippenbach) am Plattenspieler mit. Bei jedem erneuten Hördurchgang entdecken wir neue Kleinigkeiten sowie subtile Details in den Arrangements, Elemente, die uns bei der (Re)Konstruktion des extrem soliden zugrundeliegenden Musikkonzepts helfen. Carlos Bica behauptet, dass im Mittelpunkt nicht die Musiker, sondern die Musikstücke stehen sollen. Und das merkt man auch, vor allem dadurch wie die Musiker jedes Ambiente und jede Melodie gestalten und auch durch den lebenswichtigen Raum, den sie offen lassen, damit jedes Stück seinem eigenen Rhythmus nach atmen kann. Bicas Musik ist hoch originell und obwohl in ihr ganz klar die verschiedensten Einflüsse erkennbar sind, von alternativer Rockmusik bis zum Fado, vom Pop hin bis zur zeitgenössischen Klassik oder bis zum Folk, verkommt sie nie zum musikalischen Pastiche. Im Gegenteil konvergieren alle Elemente zum universellen Werk, das sich unter dem Zeichen des Jazz mitteilt.
O Público

„Der Film, der noch gedreht werden muss“
Mit Bica singt auch der Kontrabass. Und das ist eines der Geheimnisse der ansteckenden Schönheit seines neuen Albums, das sicher und direkt auf die Liste der besten nationalen Alben des Jahres rückt. „Believer“ nennt sich das Werk, das ein Jahr nach „Single“ erscheint, jenem Album, in dem der Kontrabass vorbildlich behandelt wird und das Bica in vollkommener Einsamkeit erschaffen hat, indem er das Klangpotenzial des Instruments zur Geltung bringt.
In diesem Comeback hören wir ihn wieder im Rahmen des Trios, mit dem er seine persönliche Diskographie eröffnete. Das war 1996, das Album nannte sich “Azul” und das Trio auch. Mit Frank Möbus an der Gitarre und Jim Black am Schlagzeug hat der Portugiese das perfekte Schaufenster für seine Kompositionen geschaffen. Die Zusammensetzung hat sich erhalten, ist herangereift und besitzt nun eine musikalische Identität – die sich mitunter mit derjenigen Carlos Bicas verschmilzt – und durch die der Kontrabassist erneut beachtliche Ergebnisse vorweisen konnte, 1999 mit „Twist“ und 2003 mit „Look What They've Done To My Song“.
Bica ist einer der wenigen portugiesischen Musiker, die ihre Karriere in einem internationalen Raum aufbauen, und ist heute eine feste Größe in der europäischen Jazz-Landschaft. Aber seine musikalischen Grenzen sind nicht leicht abzustecken und zu katalogisieren. Zum Glück. „Believer“ bedeutet einen Schritt vorwärts in der Offenbarung eines musikalischen Universums, der den Rahmen des Jazz bei weitem sprengt und sich ohne Minderwertigkeitsgefühle zu zeigen den Einflüssen anderer Musikgattungen hingibt. Diese Offenheit liest sich auch aus dem musikalischen Werdegang Bicas und aus der langen und breitgefächerten Liste künstlerischer Kooperationen, die aus seinem Lebenslauf hervorgehen, darunter Tanz- oder Theaterprojekte und Zusammenarbeiten mit Musikern wie Carlos do Carmo oder Kenny Wheeler, José Mário Branco oder Aki Takase, Alexander von Schlippenbach oder Janita Salomé. In „Believer“ trägt diese experimentelle Unruhe, die zugleich auch das Markenzeichen des Musikers ist, das Siegel von DJ Illvibe, dem deutschen Spezialgast dieses Albums. Die Platte wird von einer mühevollen Zurückhaltung und einer quasi minimalistischen Tendenz durchdrungen, die ihr etwas filmhaftes verleiht. Als würde Bica die Skizze eines Plots und das Bühnenbild für einen Film entwerfen, der noch gedreht werden muss.
Diário de Notícias

Ist es richtig, Carlos Bica als Jazzmusiker zu bezeichnen? Womöglich ist das Etikett unzulänglich und „Believer“ liefert hierfür den Beweis. Eines der besten Alben des Jahres 2006.
Ausgangspukt: Carlos Bica ist einer der wichtigsten portugiesischen Kontrabassisten der letzten zehn Jahre und hat sich von zwei brillanten Musikern (Frank Möbus und Jim Black) umgeben lassen, um das Trio Azul zu gründen. „Believer“ geht vom Jazz aus, um unwahrscheinliche Ziele anzusteuern. Von der Rockmusik zum Blues, über Drum'n'bass ist die Vielfalt enorm. Melodische Welten vermischen sich mit durchgeformteren Szenarien. Das Gesamtergebnis ist eine weite Landschaft, durch die uns Carlos Bicas Kontrabass führt. Als Sondergast tritt der deutsche DJ Illvibe auf, der mit seinem Plattenspieler an fünf Songs mitwirkt. Songs? – Ganz genau; denn die Strukturen, die Carlos Bica errichtet, könnten genauso gut mit einem Text und einer Stimme untermalt werden, so klar sind sie. In „Believer“ macht Carlos Bica seine Kraft als zeitgenössischer Komponist geltend und geht weit über die Grenzen der Musik hinaus. Nicht zufällig zeichnet er damit eines der besten portugiesischen Alben des Jahres.
Disco Digital

Azul erscheint, um den zehnten Geburtstag des Trios mit diesem exzellenten „Believer“ zu feiern. Es ist eine Art von Jazzmusik, die sich nicht abschließen läßt, die sucht und forscht. Sie ist auch daher viel wertvoller – da sie Hügel und Täler, Ozeane und Gezeiten durchmisst, ohne Fuß zu fassen – Jazz ohne Grenzen.
Correio da Manhã

 
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