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Carlos Bica - Profil

Der Kontrabassist und Komponist Carlos Bica gilt als einer der profiliertesten und innovativsten Klangkünstler aus Portugal.

Auch hierzulande weiß man seine Fähigkeiten zu schätzen: "Der erste wirkliche Jazzstar des neuen Jahrzehnts" (FAZ), "Ein Virtuose allererster Güte" (Tip/Berlin), "Carlos Bica spielt einen diskantreichen, singenden Bass - eine unverwechselbare Klang- und Spielcharakeristik, die ihn aus dem Mainstream der Jazzbassisten heraushebt und durch seine Lyrik auf die portugiesischen Wurzeln verweist. Sein kraftvolles, differenziertes Spiel vermittelt den Anschein einer untrennbaren Einheit des Musikers mit seinem Instrument." (Nürnberger Nachrichten)

Sein Debütalbum "Azul" (Polygram/Emarcy) mit dem Berliner Gitarristen Frank Möbus und dem New Yorker Schlagzeuger Jim Black und den Gästen Ray Anderson (Posaune) und Maria João (Gesang) erhielt die Auszeichnung "Jazzalbum des Jahres" in 1996 in Portugal. Drei Jahre später nahm das Trio Azul das Nachfolge-Album "Twist" auf, das nicht minder erfolgreich war. Die Presse jubelte: "Ein Meisterwerk" (Jazz Podium). "Eine der aufregendsten Bands, die weit über Stadt und Land hinausstrahlende Antriebskraft der multikulturellen Szene Berlins." (Zitty/Berlin).

Nun hat das Trio Azul zum dritten Mal zugeschlagen! Auf der neuen Carlos Bica & Azul CD "Look What They've Done To My Song" (2003, Enja Records) sind wieder Frank Möbus und Jim Black dabei: "Zusammen liefern die drei eine fröhliche-freche, undomestizierte Musik, eine eigenwillige Mischung aus ironischen Gitarrenrock, raffiniertem Jazz und verwandelten Folk-Elementen portugiesischen, sephardischen, afrikanischen Ursprungs. Das Titelstück eine Bearbeitung von Melanies Hippie-Hymne, bringt die stilistische Grenzgängerei auf den Punkt: Von Flower Power durch Bicas lyrische portugiesische Ader hindurch und hinein in den Jazz-Beat. Südländische Leichtigkeit mit einem Touch Downtown-Hipness und einem lustvollen Rock-Twist - so könnte man die Musik von Azul beschreiben. Eine der frischesten Brisen,die derzeit über die Szene blasen." (H.J.S.)

Im Oktober 2005 veröffentlichte Carlos Bica seine erste Kontrabass Solo CD "Single", die in den RBB Studios in Berlin aufgenommen wurde. Die Aufnahme wurde von der portugiesischen Musikzeitschrift "Blitz" als eine der besten vier CDs des Jahrs 2005 in Portugal nominiert.

Das Bedürfnis, die Erfahrungen seines musikalischen Weges und die Faszination vom Klang der Stimme und der Streichinstrumenten brachten Carlos Bica zu dem musikalischen Projekt "Diz" (auf Deutsch: Sprich), das als Auftrag der Expo '98 in Lissabon seine Premiere hatte, und von Presse und Publikum hochgefeiert wurde.

Eine kongeniale Partnerin fand Carlos Bica in der Sängerin und Schauspielerin Ana Brandão. Mit Ihr entwickelte er dieses Songprojekt, welches feinsinnig die Grenzen zwischen Jazz und Theatersong, Fado und Chanson, Klassik und Improvisationsmusik ausleuchtet.

In 2001 haben Bica und Brandão mit João Paulo (piano), Katharina Gramss (Geige) und Mike Rutledge (Bratsche) die CD "Diz" (Enja Records) eingespielt, die von der Presse hochgelobt wurde. "Diese Musik macht neugierig, regt zum nachdenken über scheinbare Unmöglichkeiten an." (Süddeutsche Zeitung). "Grandiose Musik" (Jazz Podium). "Eine Elegie der Schönheit" (Tip/Berlin).

Carlos Bica Komponierte Musik für verschiedene Theater- Tanz- und Filmproduktionen. International bekannt wurde Carlos Bica vor allem durch die langjährige Zusammenarbeit mit der Sängerin Maria João, mit der er in verschiedensten Formationen spielte und aufnahm.

Er spielte bei den wichtigsten Jazz Festivals in Europe und Asia und arbeitete mit folgenden Musiker: Ray Anderson, Kenny Wheeler, Aki Takase, Paolo Fresu, Maria João, Julian Arguelles, Steve Arguelles, Lee Konitz, Mário Laginha, Mathias Schubert, João Paulo, Markus Stockhausen, Antonio Pinho Vargas, Alexander von Schlippenbach u.a. .

In der Musik seiner Heimat - "O Fado" - hat er mit dem Sänger Carlos do Carmo, dem bekanntesten Musiker auf diesem Gebiet, gearbeitet und verschiedene Schallplatten aufgenommen. Als weitere wichtige und inspirierende Persönnlichkeiten aus der portugiesischen Musiktradition, mit denen Carlos Bica zusammengearbeitet hat, sind José Mário Branco, Camané, Pedro Caldeira Cabral und Janita Salomé zu nennen.

 
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