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Pressestimmen - über Diz

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"Diese Musik macht neugierig, regt zum Nachdenken über scheinbare Unmöglichkeiten an." (Süddeutsche Zeitung, April 2001)


"Was immer 'DIZ' ist, Jazz ist es nicht – aber grandiose Musik." (Jazzpodium, Juli/August 2001)


"Der in Berlin lebende, portugiesische Bassist Carlos Bica ist als Wanderer zwischen den Welten von Jazz, Folklore und Chanson bekannt. Seine Band AZUL gehörte zu den weit über Stadt und Land hinausstrahlenden Antriebskräften der multikulturellen Szene Berlins. Bica ist jedochein unermüdlicher Geist, der sich mit Erreichtem nie zufrieden gibt. Sein neues Projekt DIZ zu Deutsch "Sprich!", steht schon dem Namen nach für die poetischen Ambitionen Bicas. Nicht, dass er selbst nun zum Dichter geworden wäre.

Aber die Poesie seines Spiels schreit geradezu nach Transformation und Ergänzung durch die menschliche Stimme. Eine kongeniale Partnerin fand er in der Sängerin Ana Brandao. Als Schauspielerin verfügt sie über eine Expressivität und Dramaturgie der Darbietung, die aus jedem Vortrag eine Aufführung macht. Die kristalline Klarheit ihres Gesangs bildet einen wundervollen Kontrast zur Tiefe und Mystik von Bicas Kontrabass. DIZ! entstand als Auftragsprojekt für die Expo ´98 in Lissabon. Bica und Brandao verarbeiteten Texte der Fado-Sängerin Aldina Duarte, die von der immer eklatanteren Unfähigkeit zur unmittelbaren Kommunikation von Mensch zu Mensch handeln.

Sie hätten es sich leicht machen können, indem sie auf der Ethnojazz-Welle gesurft wären, die sich in ganz Europa wachsender Beliebtheit erfreut. Stattdessen bündelten sie all ihre bisherigen Erfahrungen in einem Liederzyklus, der eher ins Reich der Kammermusik passt. Die Liason von Kammermusik und Jazz nimmt bekanntlich selten ein gutes Ende. Meist erdrückt ein Element das andere, wirkt die Improvisation zu verkopft, lassen Komposition und Struktur das notwendige Gewicht vermissen. Bica und Brandao haben jedoch eine überzeugende Melange gefunden.

Begleitet von Geige, Bratsche und Piano tänzeln sie verspielt von Franz Schubert zu Steve Reich, von der unschuldig geträllerten Melodie zur pathetisch zelebrierten Hymne. Jazz, Folklore und Chanson breiten sich zwischen den Tönen als Vibration, sanfter Farbton und Atmosphäre aus. Gegen die rastlose Hatz auf die Höhen der Zeit setzen sie eine zeitlose Schlichtheit, die zu ergreifenden Momenten führt." Wolf Kampmann (Tip, Berlin)

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